Waldweihnacht

Fünftklässler dekorieren im Schulwald einen Christbaum für Tiere

Waldweihnacht2„Können wir nicht einen Christbaum für die Tiere des Waldes schmücken? Die freuten sich doch bestimmt über Meisenknödel und Co.!“, meinten die Kinder der Klasse 5b der Alfred-Delp-Schule. Gesagt, getan! Kurz vor Heiligabend sollte es dann soweit sein. Die zuhause gefundenen „Leckerlis“ für die Bewohner der freien Natur wurden zum Grundstock für „ihre“ Waldweihnacht.

Dass die ADS auf eine einen Hektar große Waldfläche in der Gemarkung „Hinkelstein“ zurückgreifen kann, die seit Mai 2013 in Kooperation mit dem Forstamt Soonwald bewirtschaftet wird, sehen die Mädchen und Jungen als ein willkommenes Angebot. Sie wissen, dass in dieser Jahreszeit die meisten Sträucher keine Früchte mehr tragen, sodass es den winteraktiven Tieren wie auch Winterruhern immer schwerer fällt, ihren täglichen Nahrungsbedarf zu decken. Ein mit diversen Köstlichkeiten dekorierter Christbaum für heimische Wildtiere hilft etwa Eichhörnchen, Hasen, Mäusen und Standvögeln dabei, die kalten und kahlen Wintermonate hierzulande zu überdauern. Daher tragen Meisenringe und –knödel, Äpfel, Karotten oder Nüsse, die man an einen Baum hängt, dazu bei, den Tieren die Nahrungssuche so einfach wie möglich werden zu lassen. Eichhörnchen beispielsweise gehören zur Gruppe der sogenannten Winterruher, bei denen der Energiebedarf stark eingeschränkt wird. Anders als beim Winterschlaf der Igel wird deren Körpertemperatur kaum spürbar abgesenkt, dafür aber erfährt deren Herzschlag eine Verminderung. Sie erwachen mehrmals während der kalten Jahreszeit, um nach geeigneter Beute Ausschau zu halten, Vorräte anzusammeln oder davon zu fressen. Eichhörnchen und sogar Mäuse sind wahre Kletterkünstler, sodass es ihnen leichtfällt, die „Naschereien“ von dem „geschmückten“ Weihnachtsbaum herunterzuholen. Die mitgebrachten Karotten und Körner legten die Kinder zumeist direkt im untersten Bereich oder direkt am Boden ab, Hasen und Kaninchen wird´s freuen.

Zudem boten einzelne Schüler der Klasse die Erzählung „Die vier Kerzen“, eine Geschichte aus dem Volksgut, dar und Lehrerin Claudia Römer las allen, auch den Tieren des Waldes, die Weihnachtsgeschichte (eigens für Kinder und Vierbeiner) vor.

Zu den Standvögeln zählen neben Meisen auch Finken, Amseln, Spechte und Tauben, denen es durchaus möglich ist, sich während der kalten Jahreszeit selbst zu ernähren.