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Näher betrachtet

Ein Multitalent erobert die Bretter, die die Welt bedeuten

MultitalentWer den 16-jährigen Frederic Völpel, Schüler der Alfred-Delp-Schule sieht, dem fällt zunächst einmal sein charmantes Lächeln auf, mit dem er jeden bedenkt. Zudem trägt er Hut, ein weiteres Markenzeichen des jungen Mannes aus Roxheim, dessen Begabungen auf musischem Gebiet breit gefächert sind.

Zum einen singt Frederic leidenschaftlich gerne, zum anderen tanzt und schauspielert er, wo immer er nur kann. Wer ihn Frank Sinatras Song „I did it my way“ interpretieren hört, fühlt sich berührt und spürt: Hier wächst ein wahres Multitalent heran! Die Musikalität wurde ihm in die Wiege gelegt und früh gefördert. Schon sein Großvater Josef Hommen verfügte über eine wunderbar warme und sonore Stimme, seine Omi Renate förderte sein Schauspieltalent und Mama Camilla verwöhnte ihn von Kindesbeinen an mit vielen Liedern. Wen wundert es da, dass der begabte Zehntklässler seiner Passion frönt und bereits erste eigene Lieder schreibt, die er  in seinem Tonstudio aufnimmt! Wann immer es Frederic möglich ist, steht er auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Schon als Orientierungsstufenschüler brillierte er unter der Regie Hanspeter Straubs als Peter Munk in Wilhelm Hauffs Märchen „Das kalte Herz“. Natürlich kennt auch er Lampenfieber, doch das ist innerhalb der ersten Minuten seines jeweiligen Auftritts vergessen. Frederic füllt seine Rollen mit der ihm eigenen Präsenz. Dies konnte man im vergangenen Frühsommer beobachten, als er in Shakespeares „Hamlet“ den Höfling Osric verkörperte. Neben dem Unterricht Texte zu lernen, ist ihm keine Last. Ganz im Gegenteil, Frederic liebt die Herausforderung und freut sich auf jede neue Aufgabe. Dass er daneben seit mittlerweile zwei Jahren an einer Mainzer Theaterschule mit anderen jungen Talenten die Grundlagen des Schauspiels erlernt, erscheint nur folgerichtig. Begabung ist das eine, das andere sind Techniken, die da sein müssen, um in einem solchen „Beruf“ Erfolg haben zu können. Physiognomie und Expressivität müssen geschult werden, die Stimme natürlich auch. Da der künstlerisch ambitionierte junge Mann nichts dem Zufall überlässt, nimmt er Unterricht bei der international renommierten Hargesheimer Opernsängerin Sabine Vinke. Auch übt er sich im Gitarrenspiel. Erfahrungen sammelt Frederic derweil etwa bei Familienfeiern oder – wie vor wenigen Tagen – beim „Lebendigen Krippenspiel“ in Wallhausen. Ehrgeizig verfolgt er seine Ziele, auch schulisch gesehen. Hier peilt er das Abitur an. Ob seine Berufung irgendwann Beruf wird oder er etwas ganz anderes angehen wird und die Kunst ein liebes Hobby bleibt, sieht er gelassen.

 Autorin: Claudia Römer

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