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Erfolg in Physik

Stephen Roth und die Physikolympiade 2020

Physik Olympiade2020Stephen Roth, angehender Abiturient der Alfred-Delp-Schule, steht inzwischen in einer langen Reihe begabter Jung-Physiker. Seit vielen Jahren schon gelingt es jungen Menschen immer wieder, den Weg zur Physikolympiade zu nehmen.

So auch Stephen. Er hat sich für die zweite Runde der 51. Internationalen Physikolympiade 2020 im litauischen Vilnius qualifiziert. Verbunden mit Glückwünschen der Schulgemeinschaft für diesen großartigen Erfolg überreichte Oberstudiendirektor Günter Graus „seinem“ Eleven eine Urkunde zur Anerkennung seiner außerordentlichen Leistung. Daneben gratulierte Jens Kluschat, verantwortlicher Lehrer des Physik-Leistungskurses in der 13. Jahrgangsstufe, seinem talentierten Schüler zu dessen beachtlichem Ergebnis.

Bundesweit nahmen von über 300 verschiedenen Schulen 814 physikalisch interessierte Schülerinnen und Schüler an der ersten Runde der Olympiade teil. Hiervon qualifizierten sich 230 für die zweite Stufe, indem sie bei der Lösung/Bearbeitung der gestellten Aufgaben mindestens 30 von 40 möglichen Punkten erzielten.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr empfahlen sich signifikant weniger der Physikbegeisterten des ersten Durchlaufs auch für den zweiten. Daraus lässt sich schließen, dass die Aufgabenstellungen der ersten Runde in diesem Jahr deutlich stärkere Herausforderungen bereithielten als im letzten.

Stephen Roth beschäftigte sich im ersten Durchgang mit vier komplexen physikalischen Fragen, die in ihrer Schwierigkeit über das schulische Niveau hinausgehen. Diese absolvierte er mit überzeugender wissenschaftlich akribischer Methodik.

Seine erste Problemstellung lautete: „Kurz nachgedacht“. Sie enthielt ganz und gar nicht einfache Aufgaben aus der Optik, Elektrizitäts-, Wärmelehre und der Mechanik. Die kurzen Antworten auf die Teilaufgaben mussten jeweils detailliert begründet und ausgeführt werden.

„Gut gehalten“ war das Motto der nächsten Herausforderung. Ein tiefergehendes Verständnis im Fachbereich Mechanik war hier Voraussetzung zur Lösung der Fragestellung. Das Kräftegleichgewicht einer Kugel, die mit nur zwei Fingern von oben und der Seite festgehalten wird, mittels mathematischer Gleichungen zu definieren, setzt ein profundes Physikverständnis und –wissen voraus.

Das archimedische Prinzip zur Bestimmung der Antriebskraft war ein zentrales Element der dritten Aufgabe. Es wurde ein Heißluftballon durch komplizierte Berechnungen sowohl am Boden, während des Steigens als auch in der Luft mathematisch analysiert.

In der vierten und letzten Aufgabenstellung musste der junge Mann die Parallaxe, die meist als Hilfsmittel zur Entfernungsbestimmung von Sternen zur Erde dient, unter anderem zur Festlegung der Pixelgröße vom Sensor seiner Smartphonekamera verwenden.

Autorin: Claudia Römer

 

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