Schulisches Leben und Lernen ist so vielfältig wie die Welt, die sie umgibt. Wer sich über den normalen Unterrichtsalltag engagieren will, findet zahlreiche Möglichkeiten, dies zu tun. Ob als Streitschlichter, Jungredakteure oder eben als Medienscouts, für jeden ist mit Sicherheit das Richtige oder das, was den meisten Reiz auf den jungen Menschen ausübt, dabei. Sich in den Dienst der Sache zu stellen, sein Wissen und Können zu erweitern und als Multiplikator oder Tutor/Tutorin sich den Kameraden zuzuwenden und „Aufklärungsarbeit“ zu leisten, ist eine wertvolle Arbeit, die die Hochachtung aller verdient. Seit dem Schuljahr 2014/15 gibt es auch an der Alfred-Delp-Schule in Hargesheim Jugendliche, die sich der Herausforderung stellten, sich als Medienscouts ausbilden zu lassen. Im Rahmen des Landesprogramms „Medienkompetenz macht Schule“ fanden sich anfangs zehn interessierte Schülerinnen und Schüler aus allen Schularten, die sich unter der fachkundigen Leitung Christoph Wingenters auf das spannende Projekt einließen. Zunächst galt es, sich in einer zweitägigen Schulung in den Bereichen „Cyber-Mobbing, Urheberrechte, Selbstdarstellung und Kommunikation in den sozialen Netzwerken und Rechtsextremismus im Netz“ fit zu machen. Dabei wurden sie in die Lage versetzt, auf die brennenden Probleme und Fragen aus der Schülerschaft adäquat zu reagieren. Die regelmäßig stattfindenden Treffen im Anschluss an die Schulung dienten dazu, die Kenntnisse in einzelnen Bereichen zu vertiefen. Die „Medienscouts“ erstellten Präsentationen zu ihrem Spezialthema und planten Info-Stunden zu brisanten Themen wie Cyber-Mobbing, Datenschutz, Viren und Würmer und Gefahren bei Whatsapp. Im Schuljahr 2015/16 war es dann endlich soweit: Die jungen Leute traten motiviert und bestens vorbereitet in Aktion, sie gingen in die 5. und 6. Klassen und bearbeiteten jeweils zu zweit ein Thema mit den Jüngsten ihrer Schule. Unbeirrt und ohne Blick auf die Uhr – das Klingelzeichen sollte sich von selbst melden – tauchten sie ein in deren Lebenswelt. Dies taten sie mit viel Ruhe und Geduld, wodurch die Resonanz bei den Orientierungsstufenschülern besonders gut ausfiel.

 Medienscouts

Aufgrund der Tatsache, dass die meisten Medienscouts im neuen Schuljahr in die Oberstufe gehen, erhielten sie von ihrem Gesamtschulleiter Günter Graus ein Zertifikat, in dem ihr zusätzliches Engagement außerhalb des Unterrichts gewürdigt wird. „Ihre Erfahrungen und ihr Wissen jedoch werden sie an nachfolgende Jugendliche weitergeben. Ihre Arbeit ist noch nicht beendet“, freut sich Christoph Wingenter.